Restaurant
Typisch wienerisch ist etwa die Atmosphäre in unserer Wirtsstube. Hier wird dem stillen Zecher bei einem saftigen Schweinsbraten oder Wienerschnitzel sowie einem Gläschen edlem Wachauer Wein so recht bewusst, wie schön das Leben doch ist. Der Gast spürt hier einfach das historische Ambiente und die Liebe zum Detail.
Genießen Sie in diesem Paradies für Feinschmecker die Fülle des Lebens mit österreichischen Spezialitäten, saisonellen Schmankerln und vegetarischen Köstlichkeiten. Die urigen Stüberln des Hauses sowie der wunderschöne Gastgarten bieten ein unnachahmliches Flair am Spittelberg. Eine Vinothek mit vielen ausgewählten Tröpferln macht das Essen zum Erlebnis.
Gastgarten
Christkindlmarkt
Seit vielen Jahren ist dieser Markt ein Anziehungspunkt für tausende in - und ausländische BesucherInnen, die das einzigartige Flair und die romantische Atmosphäre der engen, gepflasterten Gassen und die eindrucksvolle Kulisse der Biedermeierhäuser Schätzen sowie das vielfältige Angebot der KunsthandwerkerInnen für ihre Weihnachtsgeschenke bevorzugen.
Verkosten Sie eine Original Witwe BolteFeuerzangenbowle oder einen der köstlichen Punsche wie Boltes herrlichen Orangen-Limetten-Punsch, Bratapfel oder Caramel Chilli Punsch. Für Liebhaber des Schilcher bietet „Witwe Boltes Punschstandel“ einen sehr bekömmlichen Schilcherglüher. Ein daran an-schließender Besuch mit einem kulinarischen Streifzug durch die Speisekarte der Witwe Bolte ist „erleben mit allen Sinnen“.
Geschichte
Der Spittelberg, ehemalige Vorstadt, ist eines der interessantesten Grätzel von Wien. Seine Geschichte reicht einige Jahrhunderte zurück. Im Mittelalter war diese Gegend Weideland, später entstanden Weingärten.
1525 erwarb das Bürgerspital die Gründe und 1568 entstanden die ersten acht Häuser. Es ist die älteste bekannte Bebauung des Spittelberges.
1675 kaufte Christoph Sigmund Freiherr von Kirchberg die Gründe und begann die sehr engen Parzellen (ein Quadratklafter = 1,90x1,90 m), um 1 Gulden Klafterzins jährlich, an Neusiedler zu verpachten. Die Bewohner waren mehrheitlich Kroaten, die in den umliegenden landwirtschaftlichen Betrieben schwer arbeiten mussten.
1692 kaufte das Bürgerspital den Erben Kirchbergs die Gründe wieder ab. Auf dem kleinen Raum entstanden 120 Häuser.
Leider war diese hochgelegene Ebene des Spittelberges auch als Aufmarschgebiet zur Beschießung der Stadt gut geeignet. Dies nutzten auch die Türken und die vielen Feldherren danach. Immer wieder wurden die Häuser durch Kriege zerstört und alles niedergebrannt. Auch starben viele Bewohner. Neue Bevölkerungsgruppen siedelten nach. Diese waren am Spittelberg vor allem Künstler, Bildhauer, Maler, Musiker, Handwerker wie Stukkateure und Gewerbetreibende. Kleine Werkstätten entstanden, Bier- und Weinausschank gab es bald in jedem Haus. Die Musiker mit Ihren Spottliedern und tanzende „Bierausschankmäntscher“ belebten den Spittelberg. Sie alle liebten die neue Freiheit, abseits der Stadt und ihrer Geheimpolizei. Es war eine lustige Gesellschaft, deren schlechter Ruf durch übertreibende Journalschreiber bald über die Grenzen hinausging. Schon bald kamen auch Adelige, Bürgerleute und Hofbeamte um sich zu Vergnügen. Den Mädchen und Wirtsleuten war es eine Freude.
Ende des 19.Jahrhunderts ging es bergab mit dem Spittelberg. Es entwickelte sich ein neue Art des Dirnenwesens, die bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges anhielt. Danach verschwand das Gewerbe ganz und der Spittelberg versank im Schlaf.
Nach dem zweiten Weltkrieg wohnten vorwiegend alte Leute und Gastarbeiter am Spittelberg. In den 70er Jahren entstand schlussendlich die Idee, den Spittelberg bis zur Kirchengasse reichend, zu errichten. Alle waren damit einverstanden, sogar Bezirksvertretung und Rathaus waren sich einig. Erstmals werden auch Bürger aktiv. Eine vorerst kleine Gruppe von Architekten, Denkmalpfleger und weitsichtige Leute erkannte, dass hier ein großes Kulturgut vernichtet werden sollte. Es entstand die erste Bürgerinitiative der Stadt „Rettet den Spittelberg „. Die Gemeinde Wien beschließt die Sanierung und kauft einige Häuser mit der Absicht diese zu renovieren.
1973 wird das Gebiet zur Schutzzone erklärt. So ist es schlussendlich doch gelungen dieses liebenswerte „Dorf“ in der Stadt zu erhalten.
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